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Ratssitzung vom 16.05.2000:

Gemeinderat stimmt Erweiterung des Kindergartens zu

Die Rheinpfalz schrieb auf der Lokalseite Wörth am 18.05.2000 über die Sitzung am 16.05.2000:

Gemeinderat stimmt Erweiterung des Kindergartens zu

BERG: Zustimmung zum Bienwald-Naturschutzporjekt vertagt - Ortsbürgermeister Gebhard sieht negative Auswirkungen

Die Erweiterung des Kindergartens stand erneut auf der Tagesordnung des Berger Rates. Unter Leitung des Ortsbeigeordneten Gerhard Fried stellte der planende Architekt Rainer Gebhard das Gesamtkonzept mit dem Volumen von 950.000 Mark vor.

Bereits bei der Errichung des Gebäudes sei der Kindergarten aus finanziellen Gründen viel kleiner gebaut worden, als es eigentlich zulässig gewesen wäre. Größere Projekte wurden damals abgelehnt. Bei der jetztigen Erweiterung könne man so nicht weiter verfahren. Daher seien die Kosten der Erweiterung nun außergewöhnlich groß. Zu den vorhandenen 420 Quadratmetern kommen jetzt neue 250 Quadratmeter dazu. Über einen Gang ist der neue zweigeschossige Bau zu erreichen. Das Konzept sieht vor, dass ein verstärkter Eingriff in den Bestand und die Funktion des Kindergartens während der Bauphase verhindert wird. Es wurde vorgeschlagen, die Erweiterung in zwei Abschnitten zu realisieren. Denkbar sei durchaus, den Ganztagskindergarten auch mit einem reduzierten Ausbau zu betreiben. Der Zuschuß bleibt auf jeden Fall konstant bei etwa 240.000 Mark, unabhängig von der Option, den Kindergarten eventuell auch auf einen Ganztagskindergarten auszubauen. Ein Bauantrag über die komplette Erweiterung des Kindergartens wurde vom Rat beschlossen. Über einen Teilausbau könne der Rat nach Genehmigung noch entscheiden. Außerdem soll bereits kurzfristig der vorhandene Durchgang zum Römering um den vorhandenen Brunnen herum verlegt werden. Dies führt dazu, dass die Kinder des Kindergartens auf einer erweiterten Spielfläche spielen können, ohne von den Bauarbeiten stärker beeinträchtigt zu sein.

Über den Stand der Flurbereinigung berichtete Dieter Barth als ãVorsitzender des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Berg" dem Rat. Das zu betrachtende Gebiet habe sich nach einem Ratsbeschluß erheblich verringert. Erste konkrete Arbeiten würden jetzt aufgenommen. Es werde im Jahr 2000 möglich sein, einen Teil des Bruchschemelwegs umzusetzen. Aus finanziellen Gründen sei ein kompletter Ausbau noch nicht möglich. Für Eigentümer im Umlegungsgebiet sei es möglich, kostenlos Bäume und andere Gehölze zu bekommen. Hierdurch könnten auch Schäden durch den zurückliegenden Sturm gemindert werden. Von den gesamten Kosten in Höhe von 450.000 Mark sind insgesamt nur 90.000 DM als Eigenanteil zu bezahlen. 80 Prozent sind bereits als Zuschüsse genehmigt worden.

Die Ortsgemeinde Berg hatte Stellung zu nehmen zum Naturschutzgroßprojekt Bienwald. Ortsbürgermeister Gebhard äußerte sich kritisch zu diesem Projekt. Alle Bürger von Berg, einem Ort mit sehr gepflegter Umwelt, würden durch dieses Gesetz massiv bestraft. Berg sei ein Ort, in dem viele Bürger große eigene Beiträge zum Schutz der Umwelt leisten, zumal der ganze Ort im Landschaftsschutzgebiet liege. Bei einer Zustimmung zum Projekt erwarte er für die Zukunft weitere negative Auswirkungen für die Ortsgemeinde.

Für die SPD erläuterte Thomas Worst, das dieses Projekt nicht nur negativ zu sehen sei. Die Kosten für die Gemeinde würden mit 1300 Mark gering sein. Da die Maßnahmen auch ökökontofähig sein, würde es weitere Vorteile für die Ortsgemeinde bringen. Nach seiner Auffassung solle erst der Kreis seine Entscheidung treffen und dann erst die Ortsgemeinde Berg über einen möglichen Beitritt entscheiden. Worst stellte daher den Antrag, die Entscheidung auf eine spätere Sitzung zu verschieben. Diesem stimmte der Rat mehrheitlich zu.

Der Rat informierte sich über die Aufforstung zu Gunsten des Ökokontos. Der Forst und die untere Landespflegebehörde stellten hierzu aktuelle Möglichkeiten vor. Jede Gemeinde habe die Möglichkeit, bei der Kreisverwaltung ein Ökokonto zu eröffnen. Alle vom Ort durchgeführten Maßnahmen können hier gutgeschrieben werden. Die Umwandlung von intensiv genutzter Ackerfläche zu extensiv genutztem Grünland sei ein Beispiel zur Aufbesserung des Ökokontos. Die Anzahl der bedrohten Tiere und Pflanzen nehme auch in Berg zu, so Herr Roth als der Vertreter der Kreises. Das Konto ermögliche auch eine zeitliche Entkopplung von Bau- und Ausgleichsmaßnahmen. Dies könne auch die Genehmigung eines Neubaugebietes beschleunigen. Konkret angesprochen wurden Aufforstungsannahmen an der Alten Lauter, wo einzeln stehende Gehölze zu einer größeren Waldfläche ausgedehnt werden könnten. (hpm)